C.A.I. CLUB ALPINO ITALIANO

COMMISSIONE CENTRALE RIFUGI E OPERE ALPINE

AUSZUG AUS DEN ALLGEMEINEN SCHUTZHÜTTENVORSCHRIFTEN

genehmigt von der Zentralverwaltung des C.A.I. (Italienischen Alpenklubs) anlässlich der Versammlungen vom 4. April und 16. Mai 1992.

Übernachtungsreservierungen

Versammlungen - Werbung

Tarif

Verhalten in den Schutzhütten

Sonderbedingungen für Mitglieder

Preise

Telefon

Gästebuch

Erhaltung


Übernachtungsreservierungen

Es können keine Übernachtungsreservierungen für die ganze Schutzhütte entgegengenommen werden. Ausserdem sind sie erst nach bestätigter An­nahme als gültig zu betrachten.Die angenommenen Reservierungen bleiben - anderslautende Vereinbarun­gen vorbehalten bis um 18.00 Uhr gültig, danach werden die Plätze verge-ben, unter Berücksichtigung der Ankunftsreihenfolge der Bergsteiger/Wande­rer. Den Verunglückten und den in den Rettungsaktionen stehenden Mitgliedem der Gruppen des «Corpo nazionale soccorso alpino e speleologico» (nationa­len alpinen und speläologischen Rettungskorps) bleibt der Vorrang für die ko­stenlose Übemachtung vorbehalten.Es wird den Sektionen überlassen, sei es die Art der Übemachtungsreservie ­rungen als auch den Vorrang zur derer Annahme (C.A.I. -Mitglieder, Gleich­ berechtigter usw.) vertraglich oder je nach lokalen Erfordernissen festzule­gen. Der Hüttenwart muss sich jedenfalls darauf einrichten, sämtlichen Anwesen­den, die sich natürlich anzupassen wissen, die Möglichkeit einer Notübernach­tung oder wenigstens die Unterbringung zu gewährleisten.In den unbewachten Nachtlagem oder Hütten, die wegen ihren spezifischen Struktureigenschaften als Unterschlupf oder Notübernachtung dienen, ist ein verlängerter Aufenthalt untersa~t, es sei denn, die Wetterlage würde das Fortsetzen des Aufstieges oder die Rückkehr talwärts nicht zulassen.

Versammlungen - Werbung

Die Versammlungen in den Schutzhütten müssen von den Sektionen, denen die Schutzhütten angehören, erlaubt werden.Nur Versammlungen, Zusammenkünfte usw.alpinistischer/ sozialer Herkunft werden genehmigt.Im Hütteninnern ist es strikte untersagt, Werbekarten, Plakate, Wandzeitun­gen und Ähnliches, falls es sich nicht um Druckmaterial des C.A.I. handelt, auszulegen. Ferner wird der Verkauf von Gegenständen, die nicht mit den vom Verban~i getätigten Aktivitäten in Verbindung stehen, verboten. Es dürfen nur Bilder; Skulpturen, Fotos, Zeichnungen usw. aus dem alpinen Bereich ausgestellt werden.

Tarif

Jeder Schutzhüttenkategorie entspricht ein angemessener «Saisontarif» mit von der «Commissione centrale rifugi ed opere alpine» (Schutzhütten- und Alpenstukturenkommission) festgelegten Quoten und von den Sektionen, de­nen die Schutzhütten angehören, vorgeschriebenen Preisen. Der C.A.I. -Tarif (mit Angabe der Anschrift der Sektion, der die Schutzhütte angehört, des Inspektors der Schutzhütte und des Hüttenwarts und vom Sek­tionspräsidenten unterzeichnet) muss obligatorisch in jeder Schutzhütte in ei­ner sofort ersichtlichen, klaren und gut leserlichen Position ausgehängt wer­den. Im Falle von auferlegten, lokalen Vorschriften muss auch die Tabelle der Preise auf einem dazu vorgesehenen und von der entsprechenden Anstalt übergebenen Formular ausgehängt werden.Während der Zeit, in der die Schutzhütte geschlossen ist,können die Hüt­tenwarte mit der Einwilligung der 'Sektion, jedoch unter eigener Verantwor­tung, die Schutzhütten bei Anfrage der einzelnen Alpinisten oder Alpinisten­gruppen öffnen. In diesem Falle werden unter den beiden Parteien Sonderta­rife vereinbart.

Verhalten in den Schutzhütten

Wer eine Schutzhütte betritt, soll sich bewusst sein, dass er ein Gast des Ita­lienischen Alpenklubs ist und sich entsprechend benehmen und durch sein Verhalten nicht die andem stören. Verlan~en Sie bitte nicht mehr, als was die Schutzhütte (was sie auch ist) und der Huttenwart bieten können. Der Hüttenwart soll sich bewusst sein, dass die C.A.I. - Schutzhütte das Zuhause der Alpinisten ist. Er soll sich für Gastfreundlichkeit und Gemütlichkeit bemühen und allen gegenüber freundlich und gerecht sein.Von 22.00 bis 06.00 Uhr muss der Hüttenwart auf absolute Ruhe bestehen und sich dafür einsetzen, jeden Lärm und Störendes zu beseitigen. In den mit Beleuchtungsanlage versehenen Schutzhütten darf ab 22.00 Uhr nur das Nachtlicht eingeschaltet sein.Nach dieser Zeit beschränkt sich der Service nur noch auf die Aufnahme von Gästen oder auf schwerwiegende und berechtigte Ausnahmen. Der Gast muss eventuelle Verbote einhalten (oder Benützungseinschränkun­gen gewisser Räume oder Einrichtungen), die auf speziellen, von der Sektion im Einvernehmen mit dem Hüttenwart ausgehängten Anzeigen aufgeführt werden. Es ist untersagt, die zum Ausruhen bestimmten Räume mit schwe­rem Schuhwerk zu betreten und Beleuchtungssysteme sowie Kocher mit of­fener Flamme zu verwenden. Überdies ist das Rauchen in den Zimmern und in den zum Essen vorgesehenen Räumen verboten. In der Hütte können kei­ne Tiere zugelassen werden. Im Innern der Schutzhütte oder in Nebengebäuden und in der Umgebung dürfen keine Radio/TV-Geräte, Plattenspieler, Verstärker usw. verwendet werden. Der Hüttenwart kann die Radio/TV-Geräte nur in den ihm zugeteilten Räumen benützen.

Sonderbedingungen für Mitglieder

Im von der «Commissione centrale rifugi ed opere alpine» (zentralen Schutzhütten- und Alpenstrukturenkommission) festgelegten Umfang werden den C.A.I. -Mitgliedern den Nichtmitgliedern gegenüber Sonderbedingungen eingeräumt. Das C.A.I. -Mitglied muss sich durch sofortige Vorweisung der entsprechen­den Mitgliederkarte mit Foto ausweisen. Zudem muss die Karte mit der für das laufende Jahr gültigen Marke oder mit dem gestempelten Vermerk «le­benslänglich» versehen sein. Die Mitglieder der in Aktion stehenden Gruppen des «Corpo nazionale soc­corso alpino e speleologico» (nationalen alpinen und speläologischen Ret­tungskorps) und die Angehörigen der «Forze Armate e Forze dell'Ordine» (Wehrmachten und Polizei), die sich im kommandierten Dienst in der Zone befinden, sind den C.A.I. -Mitgliedern gleichgestellt. Für die Mitglieder der dem U.LA.A. angehörenden Verbände gelten die Ge­genseitigkeitsbedingungen. Die vorgenannten Mitglieder müssen die Ausweis­karte des Klubs, dem sie angehören vorweisen. Ausserdem muss die mit Foto versehene Karte für das laufende Jahr gültig sein.

Preise

In den Schutzhütten des Alpenklubs besteht keine Konsumationspflicht. Die im offiziellen Tarif aufgeführten Preise sind inkl. sämtlicher Dienstleistun­gen, der MWSt und anderer Steuem. Die Hüttenwarte können keinesfalls die im Tarif angegebenen Preise erhöhen oder zusätzliche Beiträge für Service verlangen und bei den Dienstleistungen soll man sich der besonderen Bedingungen des Ortes und der Umgebung bewusst sein. Nur die Nichtmitglieder, die eigene Speisen, wenn auch nur teilweise einneh­men, sind verpflichtet, eine vom Tarif festgelegte Vergütung für die Benüt­zung eines Platzes amTisch in der Hütte bzw. einen Beitrag für das Aufräu­men und die Beseitigung der Abfälle zu entrichten.Der Aufpreis auf den Ubernachtungspreis für das Heizen der zum Ausruhen bestimmten Räume während dem Sommer ist immer dann zu bezahlen, wenn es der Hüttenwart bei besonderen Witterungsverhältnissen als angebracht hält, die Heizungssysteme in Betrieb zu setzen.Sollte die Schutzhütte auch im Winter offen sein, wird auf dem Tarif ein pro­zentualer Aufpreis auf die an egebenen Preise für das durchgehende Heizen sämtlicher Räume der Hütte estgehalten. Der Hüttenwart ist verpflichtet, einen gesetzmässigen Kassenzettel oder eine gesetzmässige Quittung, die sämtliche Getränke und Speisen sowie die ge­le~steten Service enthalten, auszustellen. Bei Einreichung von Beschwerden an die Inhaber- oder Niessbrauchersek­tion muss der vorgenannte Beleg vorgelegt werden.

Telefon

In den mit öffentlichen Fernsprechstellen versehenen Schutzhütten wird deren Benützung auf die Zeit von~ 06.00 bis 22.00 Uhr beschränkt, mit Ausnahme schwerwiegender und begründeter Fälle. Die vom «Corpo nazionale soccorso alpino e speleologico» (nationalen alpinen und speläologischen Rettungskorps) angefragten Verbindungen sowie die dienstlichen Verbindungen der Schutzhüt­te haben in jedem Fall das Recht auf liorrang. Der Hüttenwart muss sich strikte an die gültigen, offiziellen Tarife halten und kann aus keinem Grunde zusäutzliche Beträge für diese Dienstleistung ver­langen. In den mit Notfemsprechapparat versehenen Schutzhütten muss der Hüttenwart unter Einhaltung der Vorschriften der SIP (Italianischen Fernmelde­gesellschaft) in der Zeit, während der die Hütte geschlossen ist, eine konstante Kontrolle gewährleisten.

Gästebuch

Wer eine Schutzhütte betritt wird gebeten, sich im «Gästebuch» einzutragen, indem klar und deutlich die Herkunft und das nächste Ziel angegeben wer­den. Bei schwierigen Aufstiegen und Ausflügen ist es obligatorisch, den Hüt­tenwart mittels einer zweckmässigen Karte vorher und genau in Kenntnis zu setzen. Diese Mitteilung ist zwecks eventueller such- oder Rettungsaktionen unerläss­lich.

Erhaltung

Die Erhaltung der Aufnahmestrukturen, ihrer Einrichtungen und Ausstattun­gen und besonders all das, was nicht überwacht ist, wird dem Verhalten der Alpinisten anvertraut, das dem vom C.A.I. übermittelten Bewusstsein und den Regeln des zivilen und korrekten Zusammenlebens entsprechen soll. Wer ein Winterlokal, eine Hilfsstelle, eine Unterkunft oder ein Nachtlager benützt hat, soll sich vor dem Verlassen um das Aufräumen kümmern, insbe­sondere um die Beseitigung sämtlicher Abfälle und sich vergewissern, dass die Struktur gut geschlossen worden ist. Wer, auch wenn nicht absichtlich, die Immobilien, Einrichtungen oder Aus­stattungen beschädigt hat, muss unverzüglich sämtfiche, zum Verhindern ei­ner Verschlimmerung notwendigen Massnahmen treffen und zusätzlich den Hüttenwart, den Inspektor oder die Sektion, der die Schützhütte angehört, sofort in Kenntnis setzen sowie für entsprechenden Schadenersatz sorgen.